Konzertreihe auf der Sauer-Orgel 2022

Übersicht über die Organisten

Konstantin Reymaier

  • Österreich
  • Priester und Musiker
  • Domorganist von St. Stephan in Wien
mehr erfahren

Konstantin Reymaier wurde 1967 in der Steiermark geboren und studierte Orgel an der heutigen Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie Theologie an der Universität Wien. Nach Abschluss seiner Studien war er mehrere Jahre in Cambridge und an der Universität Oxford tätig. 2001 kehrte er nach Österreich zurück und lehrte Orgel und Improvisation an der Musikuniversität in Graz. 2005 trat er in das Wiener Priesterseminar ein und wurde 2009 zum Priester geweiht. Seit September 2010 leitet er das Referat für Kirchenmusik der Erzdiözese Wien und ist Domkurat zu St. Stephan. Gemeinsam mit Ernst Wally ist er seit 2016 Domorganist zu St. Stephan in Wien. 

Regelmäßig wird er zu Vorträgen, Schulungen und Meisterkursen eingeladen. Ein wichtiger Teil seiner Arbeit ist die Begleitung von Orgelprojekten, die es ihm ermöglichten, die Orgellandschaft in Wien und Niederösterreich durch Neubauten und Restaurierungen nachhaltig zu verändern. Sein größtes, im Jahr 2020 abgeschlossenes Projekt ist der Bau der neuen Riesenorgel, die er entscheidend mit-konzipiert hat.

Konstantin Reymaier konzertierte in vielen Ländern Europas (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Israel, Italien, Polen, Schweiz, Slowenien, Spanien) sowie in Israel und den USA. Als Solist trat bei verschiedenen Musik-Festivals, u. a. Kirchenmusikfestival Schwäbisch Gmünd, Laibacher Orgeltag, NDR Musiksommer und Styriarte, auf. Rundfunkaufnahmen und CD-Produktionen für ORF, NDR, Radio Klassik Stephansdom, ZDF, Priory Records und Deutsche Grammophon dokumentieren Konstantin Reymaiers künstlerisches Schaffen.

Als Priester und Musiker widmet er sich somit einem breit gefächertem Tätigkeitsfeld. Scherzhaft sagt er von sich selbst: „Ich habe die kirchliche Version von Job-Sharing: nicht drei machen einen Job, sondern einer macht drei Jobs.“

Michael Schöch

  • Österreich
  • Organist, Pianist und Musikpädagoge
  • Lehrtätigkeit am Tiroler Landeskonservatorium
mehr erfahren

Michael Schöch ist einer der wenigen Musiker, die das Klavier- wie auch das Orgelrepertoire in gleichem Umfang auf höchstem Niveau beherrschen. Seit seinem 1. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD im Fach Orgel, einer Auszeichnung, die zum ersten Mal seit 40 Jahren wieder vergeben wurde, konzertierte er in bedeutenden Sälen (Wiener Konzerthaus, Wiener Musikverein, Leipziger Gewandhaus, Philharmonie im Gasteig München, Münchener Herkulessaal, Semperoper Dresden, Berliner Philharmonie) und Kirchen (u.a. die Dome von Riga, Passau, Merseburg, Mainz und Speyer) sowie mit renommierten Orchestern (u.a. Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Stuttgarter Kammerorchester, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin). Zahlreiche CD-Aufnahmen (u.a. das gesamte Klavier- und Orgelwerkes von Julius Reubke bei OehmsClassics, sämtliche Klarinettensonaten von J. Brahms und Max Reger mit Robert Oberaigner bei MDG) dokumentieren sein Schaffen.

Er studierte in Innsbruck (Bozidar Noev), München (Gerhard Oppitz, Edgar Krapp) und Salzburg (Pavel Gililov). Seit 2015 ist er Professor für Orgel am Tiroler Landeskonservatorium in Innsbruck.

 

Foto: ©Andrej Grilc

Portrait Michael Schoech

Organisten 2021

Hier finden Sie Organisten vergangener Konzerte.

Balázs Szabó

  • Ungarn
  • Musikwissenschaftler und Konzertorganist
  • Lehrtätigkeit an der Fanz-Liszt-Musikakademie und am Béla-Bartók-Konservatorium, Budapest
mehr erfahren

Balázs Szabó, geboren 1985 in Miscolc/Ungarn,  ist Konzertorganist, Musikwissenschaftler und Orgelsachverständiger. Ab 2003 studierte er Orgel an der von Ferenc Liszt gegründeten Musikakademie in Budapest, anschließend in Würzburg, Trossingen und Rom. Daneben absolvierte er Meisterkurse u. a. bei Prof. Dr. h. c. Christoph Bossert, bei welchem er 2010 die Meisterklasse für Orgelabgeschlossen hat. Gleichzeitig absolvierte er  den »Internationalen Masterstudiengang OrganExpert« und arbeitet seitdem europaweit als Orgelsachverständiger mit der Restaurierung und Rekonstruktion von Orgeln des 19. und 20. Jahrhunderts. Ebenso ist er Restaurator von Kunstharmonien und gastiert europaweit als Harmonist auf seinen Instrumenten. Im Jahr 2015 promovierte er als Musikwissenschaftler über Max Regers Orgelschaffen an der Universität Utrecht.

Balázs Szabó gewann mehrere Preise bei großen internationalen Orgelwettbewerben, darunter den Premier Prix in St. Maurice (2007), den Grand Prix und Prix Spécial in Biarritz (2009) und den 1. Preis bei der 60. Internationale Orgelwoche ION Musica Sacra in Nürnberg (2011). Für seine künstlerische Tätigkeit wurde er in Ungarn mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter Mann des Jahres (2008), Niveaupreis der Stadt Miskolc (2010), und Junior Prima Award (2010).

Seit 2011 übt Szabó eine Lehrtätigkeit an der Franz-Liszt-Musikakadamie aus, seit 2013 lehrt er Orgel am Béla-Bartók-Konservatorium Budapest.

An den bekanntesten Orgeln der Welt hat Balász Szabó solistisch und mit Orchester gastiert, so auch an der großen Sauer-Orgel im Berliner Dom, ein klangliches Vorbild für die Sauer-Orgel in der Prandtauerkirche.

Foto: Wikimedia Commons, Author: Blaise.musique. Lizenz: CC BY-SA 3.0; Foto zugeschnitten und rund maskiert

Davide Mariano

  • Österreich
  • Konzertorganist und Cembalist
  • Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik in Sassari, Italien
mehr erfahren

Davide Mariano, 1988 geboren, zählt zu den vielgefragten Organisten seiner Generation und verfügt über ein breitgefächertes Repertoire, das sich von der frühesten Musik des Mittelalters bis zu Werken der Gegenwart erstreckt. Mit zahlreichen Preisen bei internationalen Orgelwettbewerben ausgezeichnet (u. a. St Albans, Amsterdam und Kaliningrad), konzertierte Davide Mariano als Solist in einigen der bedeutendsten Konzertsäle und Kirchen in Europa, Amerika und Japan, u. a. im Wiener Musikverein, im Wiener Konzerthaus, im Mariinsky Theater St. Petersburg, im Konzerthaus Berlin, der Kathedrale Notre-Dame in Paris, der Suntory Hall in Tokyo (Wiedereröffnungskonzert 2017), der Kyoto Concert Hall, der Symphony Hall in Osaka, im Cleveland Museum of Art, in amerikanischen Universitäten in Kansas, Mississippi und Louisiana sowie bei Festivals in Rom, Wien, Stuttgart, Paris, Toulouse, Amsterdam, Helsinki, Kopenhagen und Tel Aviv.

In der Konzertsaison 2016/17 war er Organist in Residence an der „Kitara“ Concert Hall in Sapporo und anschließend bis April 2018 an der Kathedrale St. Louis in New Orleans.

Abseits seiner intensiven Konzerttätigkeit hielt Mariano Orgel-Meisterklassen und Vorträge in italienischen Konservatorien, in Japan und für die American Guild of Organists in den USA. Er wirkte als Professor für Orgel und Gregorianik an den Staatlichen Musikhochschulen in Padua, Ferrara und Trapani und leitet derzeit eine Orgelklasse an der Staatlichen Hochschule für Musik in Sassari.

Davide Mariano absolvierte bereits im Alter von 19 Jahren seine ersten Studien in Orgel und Orgelkomposition an der Musikhochschule seiner Heimatstadt Campobasso in Italien bei Francesco Di Lernia. Anschließend schloss er mit einstimmiger Auszeichnung und dem Würdigungspreis die Orgel- und Cembalo-Masterstudien bei Martin Haselböck und Gordon Murray an der Wiener Musikuniversität ab. Im Rahmen eines Post-Master-Studiums am Conservatoire National in Paris bei Michel Bouvard, Olivier Latry und Louis Robilliard erwarb er schließlich als erster Organist überhaupt das Diplôme d’Artiste Interprète. Er erweiterte seine Ausbildung um das Studium Dirigieren, das er bei Giancarlo Andretta begann und bei Georg Leopold an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz abschloss. 2019 debütierte er als Dirigent bei den Festspielen „Mecklenburg[1]Vorpommern“ mit dem Orchester Wiener Akademie.

Sowohl als Solist an Orgel, Cembalo und Klavier wie auch als Continuospieler und Orchestermusiker arbeitete Mariano mit vielen namhaften Orchestern zusammen, so zum Beispiel mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien, dem Orchester Wiener Akademie, den Symphonieorchestern von Tokyo und Sapporo, dem Israel Chamber Orchestra, dem Louisiana Philharmonic Orchestra und dem Musica Angelica Baroque Orchestra. Am Pult standen dabei Dirigenten wie Max Pommer, Carlos Miguel Prieto, Roberto Paternostro, Martin Haselböck, Christian Arming, Giuseppe Sabbatini, Tadaaki Otaka, Junichi Hirokami und Eiji Oue.

Davide Marianos Diskographie umfasst zwei solistische CDs: die Alben „TRIADE“ mit deutscher, französischer und italienischer Orgelmusik (Label JASRAC, 2017) und „Concerto per la Solidarietà“. Davide Mariano wirkte außerdem beim CD-Projekt „Franz Liszt: The Sound of Weimar“ des Orchesters Wiener Akademie mit. Auch Rundfunkaufnahmen für die österreichischen Radiosender ORF-Ö1 und Radio Stephansdom sowie für die Fernsehsendern ORF 2, ORF III, 3SAT und ARTE dokumentieren seine künstlerische Tätigkeit.

Michael Schönheit

  • Deutschland
  • Konzertorganist und Organist am Gewandhaus zu Leipzig und im Dom zu Merseburg
  • Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik Nürnberg
mehr erfahren

Michael Schönheit, geboren in Saalfeld, erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei seinem Vater Walter Schönheit und war Mitglied der Thüringer Sängerknaben. Von 1978 – 1985 studierte er Dirigieren, Klavier und Orgel an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“. 1984 wurde er Preisträger des Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig.
Von 1985 bis 1991 war er als Organist und Kantor in Saalfeld tätig. 1986 wurde er zum Gewandhausorganisten berufen. Hier umfasst sein Wirkungsbereich die Gestaltung der Gewandhaus-Orgelkonzerte, thematischer Zyklen, die Mitwirkung in den Gewandhaus-Kammermusiken sowie Auftritte als Solist mit dem Gewandhausorchester.

Seit 1994 ist Michael Schönheit künstlerischer Leiter der Merseburger Orgeltage, die sich zu einem der führenden Orgelfestivals in Deutschland entwickelt haben. Seit 1996 ist Schönheit zudem Domorganist in Merseburg.

Im Jahre 1998 gründete er das Ensemble Merseburger Hofmusik, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Musik vom 17. bis zum 19. Jahrhundert auf Instrumenten historischer Mensur zu spielen.

Von 1998 bis 2005 leitete Michael Schönheit den Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg. Michael Schönheit ist darüber hinaus ein gefragter Gastorganist. Seine Konzerttätigkeit erstreckt sich über die europäischen Länder hinaus bis in die USA und nach Japan.

Auf zahlreichen Festivals ist Michael Schönheit regelmäßig zu Gast. Am 9. April 2019 gastierte er erstmals in Notre- Dame de Paris. Im August desselben Jahres debütierte er bei den Proms der BBC mit einem Bachprogramm in der Royal Albert Hall, London.

Als Solist gastierte er neben dem Gewandhausorchester bei so renommierten Orchestern wie der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Münchner Philharmonikern, dem Konzerthausorchester Berlin, der Dresdner Philharmonie, dem Orchestra  dell’ Accademia Nazionale di Santa Cecilia  Rom,  dem New York Philharmonic Orchestra, dem DR SymfoniOrkestret (DRSO) Kopenhagen  u.v.a.

Bei zahlreichen internationalen Wettbewerben ist er als Jurymitglied tätig. Zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen ergänzen sein vielseitiges künstlerisches Wirken.

Für seine Verdienste um die Restaurierung der Merseburger Domorgel und die Entwicklung der Merseburger Orgeltage zu einem Festival von hohem Rang wurde Michael Schönheit Im Jahre 2015 mit dem Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.